Der Sarg ist ein Psychothriller von Arno Strobel, der 2013 im Fischer Verlag erschienen ist.

Die Gestaltung des Buches ist durchaus gelungen und weckt schon vor dem Eintauchen in die Handlung eine gewisse Beklemmung beim Leser.

 

Die junge Eva lebt in Köln und wird immer wieder von Albträumen heimgesucht. Von völliger Finsternis umgeben findet sie sich dem Ersticken nahe in einem Sarg wieder.

Rätselhaft allerdings sind die Verletzungen, die sie beim Aufwachen in ihrem eigenen Bett an Armen und Beinen findet.   

Zeitgleich beginnt für die Kölner Polizei ein Wettlauf mit der Zeit. Hinweisen folgend finden die Beamten mehrere tote Frauen, die zuvor lebendig begraben worden waren.

Kern des rasanten und spannungsgeladenen Thrillers ist der Einblick in die Psyche des Täters, der grausamer kaum sein könnte.

Ob es einen Zusammenhang zwischen den Albträumen der reichen Unternehmenserbin Eva und den toten Frauen gibt, ist nicht von Anfang an klar, obwohl zu einem Opfer ein verwandtschaftliches Verhältnis besteht.

Arno Strobel versteht es hervorragend, mit den Ängsten des Lesers zu spielen. Dies erreicht er durch ausführliche Beschreibung der grausamsten Handlungen an den einzelnen Protagonisten.

Unter anderem durch die stilvolle Ausschöpfung der wörtlichen Rede gelingt es dem Autor, das Tempo und die Lebendigkeit annähernd auf dem gleichen Level bis zum Schluss durchzuhalten.

Dem aufmerksamen Leser wird es gelingen, schon früh in die auflösende Richtung zu sehen, allerdings wird er dennoch überrascht sein von der ganzen Tragweite der unbeschreiblichen Gräuel, die zum emotional geprägten und unerwarteten Ende führen.

„Der Sarg“ ist für Leser, die gerne in die tiefsten Abgründe der menschlichen Seele blicken und aufreibenden  Nervenkitzel  erwarten genau das richtige.